Dies ist die liberale Seite in Helenes Welt. Für die hier zitierten Auszüge und Verweise wird keine Haftung übernommen. Diskussionsbeiträge sind willkommen.

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09 Januar 2008

Liberale Blogs

Autor des Antibürokratie Teams und des Blogs Freiheit Markt und Recht Bodo Wünsch erklärt in Bayern 2 in Zündstoff heute zwischen 19 und 21 Uhr warum Liberale im Netz so erfolgreich sind.

04 Januar 2008

Kinder und Staat

Grafik von Ko Htike.
Die Diskussion über härtere Bestrafung von Kindern in Deutschland - jugendliche ausländische Straftäter - schlägt hohe Wellen.
Wenn bedacht wird, wieviel die Kindermönche in Burma riskieren, indem sie friedlich protestierten, dann drängt sich die Frage auf, ob der Staat strafen darf.

Wenn zwei Jugendliche in der Münchener U-Bahn einen Rentner prügeln, ist dies verwerflich und wird als Aufhänger für eine immer wieder anschwellende Diskussion über härtere Strafen genommen.
Aber wollen wir wirklich eine Drillkultur wie in den USA, wo Kinder menschenrechtsverachtend mit Elektroschocks gequält werden, mit menschenrechtsverachtenden Arbeiten betraut und zu unhygienischen Handlungen gezwungen werden, damit ihr Wille gebrochen wird?
Nachzulesen in TV Hören und Sehen 2, 12-18.1.08.

Wie sagt das Sprichwort: Ein geschlagener Hund wird bissig!

Statt mehr Strafen und Verankerungen der Kinderrechte im Grundgesetz zu fordern, sollten wir uns um eine Erziehung von Kindern bemühen, die menschenwürdig, fördernd und freimachend ist.
5.1.08 Verteifend dazu: Joachim Kersten in der taz 5.1.08: Die Währung heißt Respekt.

04 Dezember 2007

Vogelfrei! im eigenen Land * Outcast in their own country

Grafik von Ko Htike.
Shaw Paung berichtet für The Irrawaddy über das Vorgehen der Junta gegen die Mönche in Burma: Schließungen der Klöster, Vertreibungen der Mönche und HIV Patienten, Verschleppung der Mönche an unbekannte Orte.
Beim Thati Phatan Kloster, in dem 18 Mönche wohnen, ersammelten sich am 30.November 400 Mönche um für ihr Frühstück Almosen zu erbitten. Das Militär bat aus Angst vor einer erneuten Demonstration um Unterstützung der Sicherheitskräfte, riegelte Straßen ab, baute Straßensperren und führte Leibesvisitationen durch, berichtet die Demokratische Stimme Burmas.
Burma ist ein buddhistisches Land - aber keine Heimat mehr für buddhistische Mönche.

Das Ende des passiven Widerstandes ist damit gekommen? Die Widerstandskämpfer und Unbeteiligte werden in Kollektivhaft genommen, inhaftiert oder vertrieben, abgedrängt und aller Möglichkeiten beraubt sich zu äußern, zu betteln, zu wirken, zu beten.

09 Mai 2007

Gnadenrecht

Am Wochenende hat Bundespräsident Köhler gegen eine Begnadigung Christian Klars entschieden und die von Birgit Hogefeld ausgesetzt. Vorher rollte der Theaterdonner aus Bayern. Herr Söder meinte sich profilieren zu müssen. Die SZ online unterstellt ihm eine starke Neigung zum wortdurchfall.
Jetzt folgt der Nachhall aus dem Saarland. Herr Müller spricht dem Bundespräsidenten und allen Ministerpräsidenten, also auch sich selbst die Erteilung eines solchen vorzugs ab. er will es innerhalb der Justiz gelöst wissen, wie focus online berichtet.

In beiden Fällen scheint die durchsichtige Strategie zu sein, in die Presse zu kommen, koste es was es wolle. Auch auf Kosten Köhlers. Aber die Bürger wissen besser als die Profilneurotiker warum das Gnadenrecht dort verankert ist, wo es verankert ist.

Die beiden Herren sollten in ein Politiker Dschungel Camp gehen oder halt sich in der Boxbude um die Ecke abreagieren.

20 April 2007

Pressefreiheit

Wenn wie hier entdeckt und sonst allerorten, z.B. auch hier veröffentlicht Fotos von Gewalt oder angedrohter Gewalt gezeigt werden, dann frage ich mich, ob die Presse sich freiwillig und wiederholt in den Dienst der Fanatiker stellt.
Zum Glück ist das Foto mit dem Blick direkt in die Mündung nicht mehr auf den ersten Seiten. Aber sollten einige Fotos einfach nicht gezeigt werden? Erreicht er Attentäter posthum das, was er im Leben ablehnte oder wo er dachte, dass er es nicht erhielt?
Im ersten Fall ist es doch wohl eine Geiselnahme eines Kindes noch nicht einmal im Teenageralter. Wo sind die Eltern, die es verbieten, wo sind die Behörden, die gegen diesen Unsinn einschreiten?
Wieso unterstützt die EU eine Regierung, die dies auf offener Straße zuläßt?

Auch hier soll an die Entführung des britischen Journalisten Alan Johnston, der von den Fanatikern als Botschaft mißbraucht wird. erinnert werden
Alan Johnston banner

18 April 2007

Amoklauf

Wer entwaffnet Amerika? fragt die TAZ. Das scheint aber nur der eine Teil der Problematik zu sein.
Wer nimmt die Warner ernst? wie die Englischdozentin, die über verstörende Essays die Universitätsleitung und Polizei informierte und psychologische Hilfe organisieren wollte. "Ihr habt mich gezwungen, das zu tun" ist nur die Reinwaschung vor den Morden. Die aus Tätersicht wohlfeile und einfache Art, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Gewesen sind es immer die anderen. Wie jene Professoren, die als weltweit führend auf ihrem Gebiet galten. Nicht nur Haß auf Partys, sozialen Status, sondern auch auf Könnerschaft und Berufsethos.
Es gab Signale, nicht nur leise. Was muss die Gesellschaft tun, um diese Signale nicht nur zu erkennen, sondern auch die Fähigkeit zu entwickeln auf diese zu reagieren?
Passieren kann diese Tat überall. Die Exzesse an den Universitäten sind auch in Deutschland nicht nur aus den Kreisen der Burschenschaften bekannt. Der Neid gegenüber reichen Studenten, der Sozialneid ist auch hier weit verbreitet. Wenn dazu noch Frustration und das Gefühl der Ausgegrenztheit kommt, alles vermischt wird mit diffusen Phantasien, dann ist ein Cocktail angerichtet, der nur darauf wartet, überzulaufen.
Wir müssen denen Gehör schenken, die aufmerksam sind.

10 April 2007

Statler und Waldorf verweisen auf einen Post in Marginal revolution: ein Land - ein Satz.

05 April 2007

Kurt Beck die Zweite

Der afghanische Außenminister wirft Kurt Beck totale Ahnungslosigkeit vor. Genauso könne man in Rheinland Pfalz Gespräche mit der moderaten NPD führen, so die Süddeutsche.
Ragin Dadfar Spanta erklärte dies im NDR und zeigte mehr Ahnung von den Verhältnissen im hiesigen Bundesland als unserer Ministerpräsident von Afghanistan.
Hier werden nämlich in kurzen Abständen die Bürger einzelner Kommunen um den Schlaf gebracht, weil die NPD Hotels, Burgen oder andere Immobilien zu Schulungszwecken kaufen möchte.
Kurt Beck steckt in Schwierigkeiten. Das dies kein Grund ist, populistische Manöver zu fahren, habe ich an anderer Stelle bemerkt.
Letzter Hoffnungsträger eines Auslaufmodells, umgeben von Frauen mit Instikt für Macht, das Machbare und den richtigen Moment, da kann einem schon die Verzweiflung falsche Ratschläge geben. Vielleicht erholt sich der Ministerpräsident über Ostern und findet in der Ruhe neue Kraft und ....bessere Ideen.

  • Oder ist hier der in DIE ZEIT geforderte Generationenwechsel fällig?
    Vielleicht, Erneuerung kann nicht schaden, aber ob sie auch gelingt, ist die Frage.
    In der CDU ist sie gelungen, Kohls Mädchen hat sich durchgesetzt, immer taktisch richtig die Männerriege ausgebootet und sich die richtigen Frauen an die Seite geholt.
    In der FDP versprechen zumindest in Rheinland Pfalz neue Köpfe neue Ideen. Ob es bundesweit gelingt und die FDP sich gegenüber der Union als Partner profilieren kann, vielleicht. So, wie es jetzt aussieht, wird es für eine Koalition mit der SPD nicht reichen.
  • Frauenbild im Islam

    Nicht genug, dass sie als die vermeintlich schwächste immer fernsehöffentlich vorgeführt worden ist und ihre Briefe schicken musste, bei der Frielassung der 15 britischen Soldaten erscheint sie als einzige in bäuerlicher Kleidung. Ihre männlichen Kollegen indes bekamen Anzüge mit und ohne Westen, je nach Rang?, zugestanden.
    Hat der Iran keine Kostüme? Laufen alle iranischen Frauen so rum?
    Für mich ist dies auf jeden Fall ein offener Beweis für die Frauenfeindlichkeit dieses Regimes.
    Egal, den britischen Soldaten und ihren Familien ein frohes Osterfest und die Soldatin konnte sich ja spätestens im Flugzeug der erniedrigenden Kleidung entledigen.

    23 März 2007

    50 Jahre Europäische Union

    • Ein runder Geburtstag, der die Fragen nach der Zukunft der Union aufwirft.
      Aber auch Fragen nach der Finanzierung.
      Deutschland ist als Nettozahler einsame Spitze und übertrifft den Spitzenreiter der Empfänger um 50 Millionen €. Nachdenken, wer es sein könnte, nein nicht ein neues Mitglied, ja eines aus dem Süden, nein nicht Italien mit seinem Mezzogiorno, Italien ist selbst Nettozahler; auch nicht Griechenland, es ist Spanien.
      Spiegel online hat eine interaktive Grafik ins Netz gestellt.
      Die EU hat 20% Anteile am Welthandel und lässt damit die USA und Japan hinter sich. Davon profitiert unsere Industrie.
      Ob es aber, wie Merkel anlässlich des Geburtstages fordert, eine europäische Armee geben wird, daran haben andere sich schon in den ersten Jahren die Zähne ausgebissen. Die Nuklearmächte werden ihre Systeme nicht einem europäischen Oberkommando unterstellen.
      Eine Verfassung für Europa ist zwar nicht mehr im Gespräch, aber eine gemeinsame alle verbindende Vertragserklärung schon. Ob sie Europa den Bürgern näher bringt? Wohl kaum. Europa muss erlebt werden, posiitv, nicht immer durch Verordnungen.
      Die Struktur Europas hat Josef Joffe in DIE ZEIT treffend analysiert und sie als Post- oder Geschäftsführerdemokratie gekennzeichnet. Vielleicht hat er Recht, dass die Verbindung von Regierungschefs und einer europäischen Demokratie eher eine Erfolgsgeschichte wird, als ein durch Volksentscheide legitimierte Regierung.
      Vielleicht zeigen die Feiern in Berlin etwas von dieser Seite Europas, bin mal gespannt! Happy Birthday good Europe!

    20 März 2007

    "Der Vorfall habe sich bereits am 27. Februar zugetragen und sei nur durch Zufall Ende vergangener Woche dem Polizeipräsidenten Dieter Glietsch bekannt geworden, schreibt das Blatt. Zeuge der Ausfälle war der Holocaust-Überlebende Isaak Behar, der vor der Klasse einen Vortrag gehalten hatte. Dem Polizeisprecher zufolge war Behar in dem Unterricht eine Stimmung entgegengeschlagen, die ihn "irritiert" habe.

    Glietsch teilte am Montagabend in Berlin mit, er habe nach einem Gespräch mit Behar "den Eindruck gewonnen, dass in einer Diskussion über Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus Äußerungen einzelner Auszubildender gefallen sind, die auf nicht tolerierbare Fehleinstellungen schließen lassen". Er habe deshalb den Dienstvorgesetzten gebeten, den Vorgang umfassend aufzuklären."
    so in DIE ZEITonline heute
    • Die Vorbereitung des Besuches eines Holocaust Überlebenden gehört sicherlich zu den sensibelsten Bereichen im Unterricht, an Polizeischulen erst Recht. Warum haben die Ausbilder so versagt?
      In einer sich wandelnden Gesellschaft mit hohen Anteilen anderer Ethnien ist von den Ordnungshüter Einfühlungsvermögen gefragt, statt Vorurteile und Feindbilder zu zementieren.
      Eine Auseinandersetzung mit unserer Geschichte verlangt von uns allen Anstrengung.
      Was die Deutschen den Juden im Holocaust angetan haben ist weit mehr, als wir sehen wollen. Die einen haben wir umgebracht, den Überlebenden und Nachkommen aber, haben wir ein Stück ihrer Identität genommen, ihre Familiengeschichten zerschnitten oder ausgelöscht. Das sollten wir bedenken.

    25 Januar 2007

    Bayern Posse II

    • Gestern Abend nach zehn im Zweiten war Seehofer im Kreuzverhör. Heraus kam, dass er nichts sagen will, über sich, die CSU und seine Zukunft.
    • Er werde auch glücklich sein, wenn er kein Politiker mehr ist. Auf die Fage, ob Macht süchtig macht, antwortete er dann aber mit: Ja.
    • Er kam dann aber doch in Fahrt und schimpfte auf die 19 Matadore im Präsidium, die erst einstimmig Stoiber wieder auf den Schild hoben, um ihn dann hinterrücks abzusägen.
      "Da ist was faul in der Kommunikation. Da haben wir ein ernstes Problem. Das kann jeden anderen auch treffen."
    • Wohl wahr! Dann brachte er zum Staunen aller die neue Variante ins Spiel: Warum nicht doch mit Stoiber weitermachen. Bayern sei so erfolgreich wie kein anderes Land auf der Welt, Stoiber der erfolgreichste Ministerpräsident. Da reibt man sich erstaunt die Augen.
    • Oder eine Art Tandemlösung mit Huber irgendwie.
    • Die CSU scheint in einem desolaten Zustand zu sein. Schade nur, dass keine ordentliche Opposition aufgestellt ist!

    24 Januar 2007

    Münstersche Zeitung

    Münstersche Zeitung: Lokalredaktion
    • Unter Pressefreiheit kann man das wohl nicht fassen; eher unter mißverstandene Verlegerfreiheit.
    • Die Mitglieder der Lokalredaktion hätten aber vielleicht auch etwas merken können, wenn sie so auf ein Abstellgleis geschoben werden.
    • Schade für den Lokalteil einer Zeitung, die immer ein Gegengewicht zu den Westfälischen Nachrichten gewesen ist.
    • Aber Lambert Lessing Wolff zeigt, dass man auch in der deutschen Presselandschaft amerikanische Verhältnisse einführen kann. Was soll da die Furcht vor Mogulen wie dem Australier Murdoch. Wir haben die Schlangen im eigenen Land.

    RAF

    Im Versöhnungsgesülze wird die Chance auf Aufklärung verspielt
    • so Bettina Röhl in Spiegel online.
      "Die Gefühle der Opfer spielen schon deshalb eine Rolle, weil das Strafrecht auch den Sühnegedanken kennt. In der öffentlichen Debatte hingegen steht jetzt die Möglichkeit der Resozialisierung im Vordergrund. Ich kenne die Akten von Klar und Mohnhaupt einigermaßen gut. Sie sind sehr umfangreich. Ich finde es daher etwas leichtfertig, wie hier öffentlich über Fälle diskutiert wird von Leuten, die die Akten meistens nicht hinreichend kennen. Mir missfällt, dass bei dem großen Schauspiel "RAF gegen Staat" die Opfer beiseite geschoben werden und sie sogar gelegentlich in die Rolle des Sündenbocks wider die große Versöhnungsorgie gesteckt werden. Daher habe ich meine Zweifel, ob diese Gesellschaft für diese Begnadigung reif ist." und weiter vorne
      "Statt dass über die Taten Tacheles geredet wird, wird im Versöhnungsgesülze die einzige Chance der Versöhnung, nämlich die Aufklärung, wer konkret geschossen hat, verspielt. Wer heute davon spricht, dass der Staat mit der RAF seinen Frieden machen sollte, bestätigt die These der Terroristen, dass die RAF "politisch" war. So wird der RAF 30 Jahre nach Schleyer, Buback, Ponto latent erneut eine politische Bedeutung eingehaucht, die sie nicht hatte. Die RAF selber war unpolitisch, hatte aber politische Folgen, was man nicht miteinander verwechseln darf."

      Nicht nur die Tochter von Ulrike Meinhoff ist an einer lückenlosen Aufklärung der damaligen Ereignisse interessiert. Auch die Opfer und deren Nachkommen haben ein Recht dies zu erfahren.
      Der Unwillen der RAF Terroristen dies zu leisten zeigt, dass sie immer noch verbohrt sind und nichts dazu lernen wollen. Das Argument, dass sie in Freiheit besser lernen können, verfängt dabei nicht.

    18 Januar 2007

    Edmund Stoiber

    • Das konnte ich nicht ahnen.
      Während ich schrieb, tickerten Focus, Spiegel und alle anderen:
      Edmund Stoiber geht zu September.
      Endlich ist es klar.
      Dann auf zum weiteren Hieben und Stechen in Bayern.

    Politpirouetten

    • Das neuerliche Theater in Bayern verdeutlicht, dass allenthalben in Deutschland eine umfassende Wahlreform notwendig erscheint.
      Da regiert ein Provinzpolitiker sein Land über die Jahre erfolgreich und weitgehend gut.
    • Dann will er der aufsteigenden Hoffnung aus dem Schwesterlager in die Speichen springen, vergebens, wie wir wissen. Und gut so!
      Um dies mit aller Kraft tun zu können, hatte er sich für Berlin entschieden. Uneingeschränkt und unumstößlich!
    • Dann aber passierte das Malheur = Mißgeschick, Unglück, schlechtes Glück
      Und der bayrische Politiker entschied sich, dass er in seinem Land unabkömmlich ist, weil das keiner so gut kann wie er, persönlich.
      Seine schon fast feiernden Nachfolger traten murrend und zähneknirschend ins Glied zurück. So ist das in Bayern, jedenfalls jetzt.
    • Und jetzt, denkt der Landesvater allen Ernstes nach der langen Nacht von Kreuth an das "nächste Jahrzehnt"! Da müssen doch nicht nur Frau Pauli alle Klappmesser dieser Welt in der Tasche aufgehen.
    • Woran liegt es?
      • Herr Stoiber hält sich für den König von Bayern und für nicht ersätzlich.
        Mag stimmen, denn er hat im eigenen Laden so viel Unruhe, Unfrieden und Sticheleien gestreut, dass die Mehrheit im Moment nicht mehr wieß, wo sie ist.
        Das ist der Sinn der Sache. Sie sollen zu ihm schauen und dann auf ihn vertrauen. Dem Maß aller Dinge.
      • Wenn Herr Stoiber schon nicht auf seine Berater hört, warum dann nicht auf seine Frau?
      • Und wenn dem so ist, wie wir es schon ähnlich bei Helmut Kohl durchlitten haben, dann wäre eine Änderung des Wahlgesetzes dringend anzuraten:


    • In allen Ebenen unseres Landes sollte die Regierungszeit auf zwei, aber höchstens drei Legislaturperioden beschränkt sein. Danach Wechsel!
    • Immer, ohne Ausnahme und Hintertür.
    • Damit vermeiden wir die Sesselkleber, selbstzufriedene Eigendarsteller und alle Parteien sind gezwungen kontinuierlich Nachwuchs heranzuziehen.
    • Intrigen und die Verhinderung von Konkurrenten sind dann nicht mehr so leicht möglich und zudem oft kontraproduktiv.


      Packen wir´s an!

    11 Januar 2007

    Klimaschutz

    • Als ob ich es nicht schon immer geahnt habe: Klima ist kompliziert. Nicht weil es jetzt frühlingshafte Kapriolen schlägt, siehe die Bilder in Helenes Welt, sondern, weil nicht einfach FCKW als alleinige Ursache ausgemacht werden kann. Gestern Abend traute sich Hans Joachim Bublath erstmals dies einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und mit Humor, wenn an die Methan produzierenden Schafe gedacht wird. Bzw. die Strategien, ihnen diese Produktion zu vermeiden.
    • Da wären die Vulkanausbrüche, die nicht unerheblich das Klima beeinflussen. Also zur Erdabkühlung Schwefel in die Atmosphäre pusten, dem Kerosin beigemischt. Na dann mal los! Und was ist mit Stürmen und Windhosen? Wie wirbeln die den Schwefel durcheinander? Und wo landet er dann?
    • Dann ist da der Wald. Er schluckt Kohlendioxid, aber produziert Methan, siehe Schafe. Also abholzen oder aufforsten? Keine Ahnung.
    • Schließlich Wasser. Richtig: Wasser und zwar als Wasserdampf in der Atmosphäre. Der als Regen wieder auf die Erde trifft. Jetzt als saurer Regen, bald als schwefliger?
    • Nicht zu vergessen die Sonne mit ihrem Magnetfeld. Der größte Störenfried des Klimas überhaupt. Die Amerikaner planen kleine Plastikteilchen als Sonnenstrahlenschutz vor die Sonne zu schießen. Ob das funktioniert? Und was passiert dann mit uns?
    • Das Resümée der Geschichte ist doch wohl nur eines: Wir sind kleine Wichte und können so etwas komplexes wie das Klima nicht beeinflussen, sollten es vielleicht auch nicht.
    • Also Kyoto vergessen? Nicht ganz aber angeichts der anderen Faktoren vielleicht etwas weniger aktionistisch sein und nicht gleich alte Fahrzeuge z. B. Freiheit im 200er Diesel mit Fahrverboten belegen, die in ihrer Lebensdauer nicht einen Bruchteil an Schadstoffen produzieren, wie ein kleinerer Vulkanausbruch.
    • Lieber offen und ehrlich Politik gestalten und sich nicht der Willkür und Selbstherrlichkeit von Energielieferanten aussetzen, gestern die Scheichs, heute die Russen, morgen.... Da können alternative Energieen weiterhelfen, aber auch die von Vahrenholdt (SPD und Vorstand eines Windradherstellers) ins Gespräch gebrachte Kernenergie.
    • Fazit: Ruhe bewahren, Gelassenheit zeigen und Goethe lesen: der Geheimrat berichtete auch schon von einer Zitronenblüte im Winter, bei uns ist es noch nicht so weit, erst mal Schneeglöckchen.


    04 Januar 2007

    Staatsbegehrlichkeit * What the state wants is your money

    Craig Thomas zitierte am 29.12.06 eine Meldung von Say Uncle:
    Demnach fordert ein Rep. Fred Kessler aus Milwaukee, das die Restguthaben von Gutscheinen oder die Beträge verfallener Gutscheine an den Staat geben, zwecks Aufbesserung des Budgets zur Sanierung von Schulen usw..

    • Überall auf der Welt das selbe Phänomen: Sobald Politiker gewählt sind, denken sie nicht daran, im Interesse der Bürger zu handeln -> meint hier Möglichkeiten der Verlängerung von Gutscheinen, ihrer Zweitausstellung bei Verlust zu schaffen <-, sondern an eine Möglichkeit zur Stärkung des Staatsinterventionismus zu denken.
    • Die Erhöhung von Steuern ist auch ein solcher Akt, der die Gelder in die Hände derer umverteilt, die Bürger für nicht fähig erachten, das Beste aus ihren hartverdienten Moneten zu machen.
    • Aber die Frage ist: Warum wählen wir sie denn ins Amt?

    03 Januar 2007

    Grundgesetzänderung

    • Hat Schäuble Recht? fragten Statler und Waldorf gestern. Bis jetzt sind 16 Kommentare dort eingegangen.
    • Juristisch kann ich das auch nicht beurteilen.
    • Hier sei nur darauf verwiesen, dass es bei uns auch schon den finalen Rettungsschuss gibt. Danach ist es der Polizei erlaubt, im Falle einer Geiselnahme in einer Bank z.B. zur Rettung der anderen Geiseln auch den Geiselnehmer durch eine Geisel hindurch zu erschießen. Hier werden zwei Leben geopfert, um andere zu retten oder größeres Unheil abzuwenden.
    • Was ist also mit einer gekaperten Maschine, die auf ein Stadion, den Reichtag, .... fliegen will. Sind hier nicht auch die anderen Gefahren abzuwehren, um größeres Unheil zu vermeiden. Darauf zu hoffen, dass die Geiselnehmer überwältigt werden, ist illusorisch und die Menschen an Bord würden in jedem Fall sterben. Warum kein gezielter Abschuß?
    • Kein gezielter Abschuß, weil unschuldige Zivilisten an Bord sind, argumentierte ein SPD Abgeordneter gestern in den Nachrichten. Soldaten schießen nicht auf Zivilisten? Nur die Polizei? Soll die dann mit Helikoptern der Maschine folgen? Wohl kaum.
    • In dieser asymmetrischen Auseinandersetzung müssen auch von staatlicher Seite neue Wege gefunden werden. Eine intensive Diskussion, wie Schäuble sie jetzt angestoßen hat, ist daher geboten und richtig. Die Entscheidung einfach demjenigen zu überlassen, der sie dann treffen muss, ist feige und zeugt von Denkfaulheit.
    • Eine andere und mir nicht so präsente Überlegung äußert der Blog Die Luftfahrt. Demnach ist Deutschland einfach zu klein, um effektiv geschützt zu werden. Eine Reaktionszeit nicht gegeben und damit ein Inferno vorprogrammiert. In einem solchen Fall kann auch eine Grundgesetzänderung nicht helfen und im europäischen Rahmen müsste eine Lösung gesucht werden, also international, auf Nato Ebene.
    • Demnach wären die angestellten Überlegungen obsolet.

    01 Januar 2007

    Neues Jahr New Year 2007

    • Allen ein gutes und spannendes neues Jahr voller interessanter Gedanken und Anregungen.