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29 August 2006

Pubertät

  • Zwei Artikel in Spon
    • "Al-Qaidas deutsche Lautsprecher" Von Yassin Musharbash sowie
    • "Die Generation Pop-Dschihad" Von Yassin Musharbash
    • ein Einwurf bei Statler: Unfaire Opferzahlen 28.8.06 und
    • ein Einwurf bei Waldorf: Wertschätzungsfragen 28.8.06 haben mich nicht ruhen lassen.
    • Nicht nur in der westlichen Welt auch im Nahen Osten scheinen die pubertierenden Jugendlichen ihre Idole in einer allmächtigen Scheinwelt zu suchen und diesen Idolen mehr oder weniger ernster oder unbekümmert oberflächlich nach zu eifern. Wo sind die Gründe?
      • Alle verbindet die Ausweglosigkeit ihrer Situation, real oder gefühlt. Wenn sich die Jugend an Tankstellen trifft, um gemeinsam Bier falls nicht höherprozentiges zu konsumieren, dann ist das eine trostlose Veranstaltung. Einfach abhängen, rumhängen statt Party.
        Wenn die Jugendlichen in Berlins Straßen ungeniert und lauthals gegen Juden wettern, ihnen den Tod wünschen und ihre Zimmer mit Poster großer Dschihadisten und der deutschen Fahne schmücken, dann ist das mehr als provokativ, aber vielleicht auch nur kindisch naiv. Denn die Flagge soll doch wohl Eltern und andere beruhigen oder zumindest bitten: Werft uns nicht raus! Zieht uns nicht die Ohren lang. Wir tun nur so. Wo ist die Grenze?
        Wenn die mutmasslichen Kofferbomber in der Essener Moschee rumtönten und Haß säen wollten, dafür aber des Ortes verwiesen wurden. Wenn sie dann doch das machen, wofür sie die Absolution der deutschen Gemeinde gerne gehabt hätten, aber nicht wirklich brauchten. Dann ist es Verblendung und noch ein Schritt weiter.
        Wenn einige in Deutschland lebende Aktivisten meinen die Haßtiraden übersetzen zu müssen, dann ist das viel mehr als eine sprachliche Übung. Es ist Verbreitung von Volksverhetzung und könnte damit in die Nähe eines Straftatbestandes rücken, verstößt aber zumindest gegen die Regeln des bloggers.
      • Angst macht, dass sie sich treffen könnten, die frustrierten, gelangweilten Pubertierenden. Unsicher ist , ob alle unterscheiden können zwischen Spielfilmen, Spielen und der Realität; einigen scheint diese Fähigkeit abhanden zu kommen.
      • Hoffnung besteht, dass unsere Gesellschaft in der Lage sein könnte, es zu einer Mode zu machen, wie bei den anderen szenischen Erscheinungen z.B. Punk auch, aber ein Risiko bleibt, zumal auch die neue Rechte aufrüsten, sich bilden und schulen will.
      • Ein Weg den wir wagen müssen, ist den Frieden zu suchen und Bedingungen zu setzen, die das weitere Aufrüsten im Nahen Osten und die Unterstützung der Aktivisten durch Iran und Syrien austrocknen. Das kann die UNO nicht, dass kann der Westen nicht, das muss die arabische Welt selbst begreifen und anpacken. Sonst bleibt es Utopie.

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