Dies ist die liberale Seite in Helenes Welt. Für die hier zitierten Auszüge und Verweise wird keine Haftung übernommen. Diskussionsbeiträge sind willkommen.

25 Januar 2007

Bayern Posse II

  • Gestern Abend nach zehn im Zweiten war Seehofer im Kreuzverhör. Heraus kam, dass er nichts sagen will, über sich, die CSU und seine Zukunft.
  • Er werde auch glücklich sein, wenn er kein Politiker mehr ist. Auf die Fage, ob Macht süchtig macht, antwortete er dann aber mit: Ja.
  • Er kam dann aber doch in Fahrt und schimpfte auf die 19 Matadore im Präsidium, die erst einstimmig Stoiber wieder auf den Schild hoben, um ihn dann hinterrücks abzusägen.
    "Da ist was faul in der Kommunikation. Da haben wir ein ernstes Problem. Das kann jeden anderen auch treffen."
  • Wohl wahr! Dann brachte er zum Staunen aller die neue Variante ins Spiel: Warum nicht doch mit Stoiber weitermachen. Bayern sei so erfolgreich wie kein anderes Land auf der Welt, Stoiber der erfolgreichste Ministerpräsident. Da reibt man sich erstaunt die Augen.
  • Oder eine Art Tandemlösung mit Huber irgendwie.
  • Die CSU scheint in einem desolaten Zustand zu sein. Schade nur, dass keine ordentliche Opposition aufgestellt ist!

24 Januar 2007

Münstersche Zeitung

Münstersche Zeitung: Lokalredaktion
  • Unter Pressefreiheit kann man das wohl nicht fassen; eher unter mißverstandene Verlegerfreiheit.
  • Die Mitglieder der Lokalredaktion hätten aber vielleicht auch etwas merken können, wenn sie so auf ein Abstellgleis geschoben werden.
  • Schade für den Lokalteil einer Zeitung, die immer ein Gegengewicht zu den Westfälischen Nachrichten gewesen ist.
  • Aber Lambert Lessing Wolff zeigt, dass man auch in der deutschen Presselandschaft amerikanische Verhältnisse einführen kann. Was soll da die Furcht vor Mogulen wie dem Australier Murdoch. Wir haben die Schlangen im eigenen Land.

RAF

Im Versöhnungsgesülze wird die Chance auf Aufklärung verspielt
  • so Bettina Röhl in Spiegel online.
    "Die Gefühle der Opfer spielen schon deshalb eine Rolle, weil das Strafrecht auch den Sühnegedanken kennt. In der öffentlichen Debatte hingegen steht jetzt die Möglichkeit der Resozialisierung im Vordergrund. Ich kenne die Akten von Klar und Mohnhaupt einigermaßen gut. Sie sind sehr umfangreich. Ich finde es daher etwas leichtfertig, wie hier öffentlich über Fälle diskutiert wird von Leuten, die die Akten meistens nicht hinreichend kennen. Mir missfällt, dass bei dem großen Schauspiel "RAF gegen Staat" die Opfer beiseite geschoben werden und sie sogar gelegentlich in die Rolle des Sündenbocks wider die große Versöhnungsorgie gesteckt werden. Daher habe ich meine Zweifel, ob diese Gesellschaft für diese Begnadigung reif ist." und weiter vorne
    "Statt dass über die Taten Tacheles geredet wird, wird im Versöhnungsgesülze die einzige Chance der Versöhnung, nämlich die Aufklärung, wer konkret geschossen hat, verspielt. Wer heute davon spricht, dass der Staat mit der RAF seinen Frieden machen sollte, bestätigt die These der Terroristen, dass die RAF "politisch" war. So wird der RAF 30 Jahre nach Schleyer, Buback, Ponto latent erneut eine politische Bedeutung eingehaucht, die sie nicht hatte. Die RAF selber war unpolitisch, hatte aber politische Folgen, was man nicht miteinander verwechseln darf."

    Nicht nur die Tochter von Ulrike Meinhoff ist an einer lückenlosen Aufklärung der damaligen Ereignisse interessiert. Auch die Opfer und deren Nachkommen haben ein Recht dies zu erfahren.
    Der Unwillen der RAF Terroristen dies zu leisten zeigt, dass sie immer noch verbohrt sind und nichts dazu lernen wollen. Das Argument, dass sie in Freiheit besser lernen können, verfängt dabei nicht.

18 Januar 2007

Edmund Stoiber

  • Das konnte ich nicht ahnen.
    Während ich schrieb, tickerten Focus, Spiegel und alle anderen:
    Edmund Stoiber geht zu September.
    Endlich ist es klar.
    Dann auf zum weiteren Hieben und Stechen in Bayern.

Politpirouetten

  • Das neuerliche Theater in Bayern verdeutlicht, dass allenthalben in Deutschland eine umfassende Wahlreform notwendig erscheint.
    Da regiert ein Provinzpolitiker sein Land über die Jahre erfolgreich und weitgehend gut.
  • Dann will er der aufsteigenden Hoffnung aus dem Schwesterlager in die Speichen springen, vergebens, wie wir wissen. Und gut so!
    Um dies mit aller Kraft tun zu können, hatte er sich für Berlin entschieden. Uneingeschränkt und unumstößlich!
  • Dann aber passierte das Malheur = Mißgeschick, Unglück, schlechtes Glück
    Und der bayrische Politiker entschied sich, dass er in seinem Land unabkömmlich ist, weil das keiner so gut kann wie er, persönlich.
    Seine schon fast feiernden Nachfolger traten murrend und zähneknirschend ins Glied zurück. So ist das in Bayern, jedenfalls jetzt.
  • Und jetzt, denkt der Landesvater allen Ernstes nach der langen Nacht von Kreuth an das "nächste Jahrzehnt"! Da müssen doch nicht nur Frau Pauli alle Klappmesser dieser Welt in der Tasche aufgehen.
  • Woran liegt es?
    • Herr Stoiber hält sich für den König von Bayern und für nicht ersätzlich.
      Mag stimmen, denn er hat im eigenen Laden so viel Unruhe, Unfrieden und Sticheleien gestreut, dass die Mehrheit im Moment nicht mehr wieß, wo sie ist.
      Das ist der Sinn der Sache. Sie sollen zu ihm schauen und dann auf ihn vertrauen. Dem Maß aller Dinge.
    • Wenn Herr Stoiber schon nicht auf seine Berater hört, warum dann nicht auf seine Frau?
    • Und wenn dem so ist, wie wir es schon ähnlich bei Helmut Kohl durchlitten haben, dann wäre eine Änderung des Wahlgesetzes dringend anzuraten:


  • In allen Ebenen unseres Landes sollte die Regierungszeit auf zwei, aber höchstens drei Legislaturperioden beschränkt sein. Danach Wechsel!
  • Immer, ohne Ausnahme und Hintertür.
  • Damit vermeiden wir die Sesselkleber, selbstzufriedene Eigendarsteller und alle Parteien sind gezwungen kontinuierlich Nachwuchs heranzuziehen.
  • Intrigen und die Verhinderung von Konkurrenten sind dann nicht mehr so leicht möglich und zudem oft kontraproduktiv.


    Packen wir´s an!

11 Januar 2007

Klimaschutz

  • Als ob ich es nicht schon immer geahnt habe: Klima ist kompliziert. Nicht weil es jetzt frühlingshafte Kapriolen schlägt, siehe die Bilder in Helenes Welt, sondern, weil nicht einfach FCKW als alleinige Ursache ausgemacht werden kann. Gestern Abend traute sich Hans Joachim Bublath erstmals dies einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und mit Humor, wenn an die Methan produzierenden Schafe gedacht wird. Bzw. die Strategien, ihnen diese Produktion zu vermeiden.
  • Da wären die Vulkanausbrüche, die nicht unerheblich das Klima beeinflussen. Also zur Erdabkühlung Schwefel in die Atmosphäre pusten, dem Kerosin beigemischt. Na dann mal los! Und was ist mit Stürmen und Windhosen? Wie wirbeln die den Schwefel durcheinander? Und wo landet er dann?
  • Dann ist da der Wald. Er schluckt Kohlendioxid, aber produziert Methan, siehe Schafe. Also abholzen oder aufforsten? Keine Ahnung.
  • Schließlich Wasser. Richtig: Wasser und zwar als Wasserdampf in der Atmosphäre. Der als Regen wieder auf die Erde trifft. Jetzt als saurer Regen, bald als schwefliger?
  • Nicht zu vergessen die Sonne mit ihrem Magnetfeld. Der größte Störenfried des Klimas überhaupt. Die Amerikaner planen kleine Plastikteilchen als Sonnenstrahlenschutz vor die Sonne zu schießen. Ob das funktioniert? Und was passiert dann mit uns?
  • Das Resümée der Geschichte ist doch wohl nur eines: Wir sind kleine Wichte und können so etwas komplexes wie das Klima nicht beeinflussen, sollten es vielleicht auch nicht.
  • Also Kyoto vergessen? Nicht ganz aber angeichts der anderen Faktoren vielleicht etwas weniger aktionistisch sein und nicht gleich alte Fahrzeuge z. B. Freiheit im 200er Diesel mit Fahrverboten belegen, die in ihrer Lebensdauer nicht einen Bruchteil an Schadstoffen produzieren, wie ein kleinerer Vulkanausbruch.
  • Lieber offen und ehrlich Politik gestalten und sich nicht der Willkür und Selbstherrlichkeit von Energielieferanten aussetzen, gestern die Scheichs, heute die Russen, morgen.... Da können alternative Energieen weiterhelfen, aber auch die von Vahrenholdt (SPD und Vorstand eines Windradherstellers) ins Gespräch gebrachte Kernenergie.
  • Fazit: Ruhe bewahren, Gelassenheit zeigen und Goethe lesen: der Geheimrat berichtete auch schon von einer Zitronenblüte im Winter, bei uns ist es noch nicht so weit, erst mal Schneeglöckchen.


04 Januar 2007

Staatsbegehrlichkeit * What the state wants is your money

Craig Thomas zitierte am 29.12.06 eine Meldung von Say Uncle:
Demnach fordert ein Rep. Fred Kessler aus Milwaukee, das die Restguthaben von Gutscheinen oder die Beträge verfallener Gutscheine an den Staat geben, zwecks Aufbesserung des Budgets zur Sanierung von Schulen usw..

  • Überall auf der Welt das selbe Phänomen: Sobald Politiker gewählt sind, denken sie nicht daran, im Interesse der Bürger zu handeln -> meint hier Möglichkeiten der Verlängerung von Gutscheinen, ihrer Zweitausstellung bei Verlust zu schaffen <-, sondern an eine Möglichkeit zur Stärkung des Staatsinterventionismus zu denken.
  • Die Erhöhung von Steuern ist auch ein solcher Akt, der die Gelder in die Hände derer umverteilt, die Bürger für nicht fähig erachten, das Beste aus ihren hartverdienten Moneten zu machen.
  • Aber die Frage ist: Warum wählen wir sie denn ins Amt?

03 Januar 2007

Grundgesetzänderung

  • Hat Schäuble Recht? fragten Statler und Waldorf gestern. Bis jetzt sind 16 Kommentare dort eingegangen.
  • Juristisch kann ich das auch nicht beurteilen.
  • Hier sei nur darauf verwiesen, dass es bei uns auch schon den finalen Rettungsschuss gibt. Danach ist es der Polizei erlaubt, im Falle einer Geiselnahme in einer Bank z.B. zur Rettung der anderen Geiseln auch den Geiselnehmer durch eine Geisel hindurch zu erschießen. Hier werden zwei Leben geopfert, um andere zu retten oder größeres Unheil abzuwenden.
  • Was ist also mit einer gekaperten Maschine, die auf ein Stadion, den Reichtag, .... fliegen will. Sind hier nicht auch die anderen Gefahren abzuwehren, um größeres Unheil zu vermeiden. Darauf zu hoffen, dass die Geiselnehmer überwältigt werden, ist illusorisch und die Menschen an Bord würden in jedem Fall sterben. Warum kein gezielter Abschuß?
  • Kein gezielter Abschuß, weil unschuldige Zivilisten an Bord sind, argumentierte ein SPD Abgeordneter gestern in den Nachrichten. Soldaten schießen nicht auf Zivilisten? Nur die Polizei? Soll die dann mit Helikoptern der Maschine folgen? Wohl kaum.
  • In dieser asymmetrischen Auseinandersetzung müssen auch von staatlicher Seite neue Wege gefunden werden. Eine intensive Diskussion, wie Schäuble sie jetzt angestoßen hat, ist daher geboten und richtig. Die Entscheidung einfach demjenigen zu überlassen, der sie dann treffen muss, ist feige und zeugt von Denkfaulheit.
  • Eine andere und mir nicht so präsente Überlegung äußert der Blog Die Luftfahrt. Demnach ist Deutschland einfach zu klein, um effektiv geschützt zu werden. Eine Reaktionszeit nicht gegeben und damit ein Inferno vorprogrammiert. In einem solchen Fall kann auch eine Grundgesetzänderung nicht helfen und im europäischen Rahmen müsste eine Lösung gesucht werden, also international, auf Nato Ebene.
  • Demnach wären die angestellten Überlegungen obsolet.

01 Januar 2007

Neues Jahr New Year 2007

  • Allen ein gutes und spannendes neues Jahr voller interessanter Gedanken und Anregungen.

21 Dezember 2006

Weihnachtliche Gedanken

  • Ein Kind wird in Deutschland geboren. Ohne Papiere, auf eigene Kosten. 2800€, weil die bulgarische Mutter eine Nacht in der Klinik bleiben musste. Finanziert wird die Geburt von einem Verein, der Flüchtlinge unterstützt.

    Das Kind ist staatenlos.

    Ein tunesischer Flüchtling kann bleiben- vorerst auf vier Wochen. Und dann. Seine Zahnbehandlung zahlen die Zahnärzte- weil er sich nicht versichern kann.

    Damals war Volkszählung. So steht es in der Bibel. Danach wollten die Römer wissen, wer wo war.
    Planungsgrundlage.

    Was machen wir? Mitmenschen - Ärzte, Rechtsanwälte, Hausfrauen, und andere setzen sich für die Flüchtlinge ein. Freiwillig, unentgeltlich, haarscharf am Gesetz vorbei.

    Die Flüchtlinge verharren in der Grauzone. Wollen nicht aufgegriffen werden. Sie wollen bleiben, da auch die Existenz in der deutschen Grauzone immer noch besser ist, als das, was sie in der Heimat erwartet.

    Die Politiker schauen weg. Geben sich in Sonntagsreden leutselig. Loben das Engagement der Wenigen, dass sie zu behindern versuchen, wo es nur geht, über den grünen Klee. Worte können sich nicht wehren!

    Wir haben ein Grundgesetz.

    Darin steht:
    Artikel 1.1
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.



    Es steht darin nicht:

    Die Würde des deutschen Menschen ist unantastbar.
    Die Würde des zahlenden Menschen ist unantastbar.
    Die Würde des aufgenommenen Menschen ist unantastbar.
    Die Würde des gesunden Menschen ist unantastbar.

    Politiker lassen nicht zu, dass der Staat seiner Aufgabe nachkommt. Flüchtlinge klagen nicht, helfende Mitmenschen haben keine Energie und Mittel frei, dies zu tun. Ein Staatsanwalt, der dies tut, lässt sich nicht finden.
    So bleiben die Gerichte stumm und die Untätigkeit der Politik wird nicht in die Schranken gewiesen.
    Wir sollten stolz sein, das trotzdem die Bürgergesellschaft funktioniert.
    Aber: im Grundgesetz ist der Auftrag eindeutig anders verankert.

    Artikel 1.1
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.




19 Dezember 2006

Henrico Frank

  • Mein rheinlandpfälzischer Ministerpräsident wollte kurz vor Weihnachten Gutes tun und bat den Arbeitslosen Henrico Frank, sich zu waschen und rasieren, dann werde ihm geholfen werden.
    Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich waschen, rasieren, striegeln... und doch keine Chance am Arbeitsmarkt erhalten.
    Aber die PR Masche verselbständigt sich, denn Herr Frank hat jetzt eine Managerin, gibt allerorten Interviews und äußert sich beleidigt zu Herrn Beck. Termine in der Staatskanzlei lehnt er ab (Arbeitsüberlastung oder einfach keine Lust, Torschußpanik oder Schwellenangst?).
    Der Ministerpräsident bringt derweil seine Presseabteilung ins Schwitzen, weil sie in Erklärungsnot ist. Der gut gemeinte Ratschlag des leutseligen Landesvaters scheint noch nach hinten loszugehen, wie auch der Spiegel befürchtet.
  • RASIERTER ARBEITSLOSER Henrico, das Beck- Gespenst
  • Was steckt dahinter? Hat Herr Beck Angst, er könne nicht mehr wahrgenommen werden? Gar hinter Angela Merkel zurückstehen? In weihnachtliche Depressionen verfallen?
  • Wie dem auch immer sei. Es ist eine allzu durchsichtige PR Masche, die nur einem dienen sollte, dem Herrn Beck und seiner Beliebtheitsquote.

16 Dezember 2006

Naher Osten im Advent

  • Die Entwicklung in Palästina zeigt jetzt der Welt ungeschmickt, wes Art die demokratischen Vorstellungen dort sind. Wenn nicht gegen der Erzfeind, die Juden, gekämpft wird, dann nehmen sich die politischen Fraktionen dort selbst auseinander. Offensichtlich wird dabei, dass keine der beiden Fraktionen ihre Gefolgsleute kontrollieren kann. während die politischen Führer verhandeln wollen und Kompromisse suchen, sind deren Anhänger eher an Krawallen und deren Befeuerung interessiert.
    Bei aller politischen Korrektheit kann für das 21 Jahrhundert dem ArtikelArab Trees bear strange Fruit bei Weapons of Modern Democracy beigepflichtet werden: die Mehrzahl der aktiven Terroristen ist in muslimischen Ländern beheimatet.
  • Wenn der Westen jetzt das Weihnachtsfest aufgibt oder als Ausgleich auch die Feste der Andersgläubigen miteinbezieht, dann ist das opportunistisch.
  • Der Weihnachtsbaum braucht nicht zu weichen, weil ein Muslim sich ausgegrenzt fühlt. Wie soll eine westliche Frau in der arabischen Welt reagieren, wenn dort Frauen und Männer separiert werden, sie sich also ausgegrenzt fühlen muss?
  • Die Weihnachtsfeiern müssen nicht abgesagt werden, weil ein muslimischer oder andersgläubiger Mitarbeiter im Betrieb arbeitet. Die Teilnahme an dieser Feier kann angeboten und angenommen werden oder auch nicht.
  • Wenn der Westen von Karrikaturen über Theater bis hinein in den Kindergarten nur Rücksichten nimmt, dann verhält er sich gegenüber einer intoleranten muslimischen Minderheit unterwürfig, statt das Gespräch mit der toleranten und integrationsbereiten Mehrheit zu suchen.


In diesem Sinne einen nachdenklichen dritten Advent.

14 Dezember 2006

Menü der Hoffnung III Menu for Hope III

Zum dritten Mal wird weltweit das Menü der Hoffnung ausgerufen. International beteiligen sich viele Kochfreunde, Köche, Hotels, Restaurants daran und haben viele, viele Preise ausgelobt. Jeder kann sich an der Verlosung beteiligen, indem er ein $10 Los für den Preis seiner Wahl zieht. Also ist niemand über den Gewinn enttäuscht, wenn er denn der/die Glückliche ist.

13 Dezember 2006

Leserzeitung: Readers Edition

  • Die von Laien geschriebene Zeitung als Projekt der Netzzeitung hat die Blogroll erreicht. Mal sehen, wie sie sich entwickelt.

12 Dezember 2006

Mehrwertsteuer

"

Noch 19 Tage doch die Mehrwertsteuer..... wie immer sehr lesenswert von Bodo Wünsch im Antibürokratieteam
http://www.antibuerokratieteam.de/?p=1240
"
  • Die Mehrwertsteuer wird um 3 Prozentpunkte, aber real um fast 20% erhöht, wie der Münchener Liberale zu Recht bemerkt. Der Begehrlichkeit des Staates werden damit erneut keine Grenzen gesetzt. Auch wenn die Steuersätze damit europäisch weiter angeglichen werden, wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter herabgesetzt und die Freiheit des Konsumenten zu wählen, geschmälert.

Bloggen

"America's Oldest Blogger
Ray White, 93, a genial homespun philosopher with a passion for tomatoes.He's only a year behind the world's oldest blogger, Allan Loof, of Norrkoping, Sweden, whom we discovered last week.She could be Millie Garfield,81, a lively octogenarian blogger in Portland, Massachusetts."
So zu lesen in Ohmynews international von heute.
  • Wer sagt, dass bloggen nur für junge Leute interessant ist?
    Die ältesten Blogger der Welt sind in den 90ern oder 80ern und tauschen sich in der internationalen Familie wie auf einem Familientreffen aus. Das bringt Vorteile für sie, denn es hält jung und ist gut gegen die Einsamkeit. Und Erfahrungen für die Jugend, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen.
  • Virtuelle Familien können entstehen und einen Austausch pflegen. Geistige Verwandschaften können so über Entfernungen hinweg gepflegt werden. Wieder ein Vorteil des Internet.

06 Dezember 2006

ARGE

  • Dr. Dr. Wassmann kommt aus den USA nach Deutschland zurück, aber nicht für lange.
  • Obwohl die promovierte Historikerin und Ärztin selbst aktiv ist, bietet ihr die Arbeitsagentur Viersen eine Aushilfsstelle in einer Kindertagesstätte an, in Viersen.
  • Nach Frontal 21 von gestern verliert sie über diesen Prozess die beiden Titel und auch der Amtsleiter sieht keine Einspruchmöglichkeiten gegen die Behandlung. Als sie dann Fahrtkosten geltend machen möchte, wird dies mit dem Hinweis auf Unmäßigkeit verweigert. Sie hatte sich halt nicht in Viersen beworben, sondern europaweit.
  • Wenn die Weichen in der Bundesagentur so gestellt werden, kann an alle im Ausland tätigen Akademiker nur appelliert werden: bleibt draußen, nährt euch redlich, aber lasst euch von unserer Bürokratie nicht ver****!

23 November 2006

ALG I

  • Bundespräsident Köhler hat sich zur aktuellen Diskussion um das ALG I geäußert. Er reagierte damit auf die Unfähigkeit der Bundeskanzlerin den nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten in die Schranken zu weisen.
  • Das Gespann Rüttgers und Blüm macht derweil mit seiner Märchenstunde munter weiter. Haben die Menschen vergessen, dass Blüm ihnen als Sozialminister schon die ganze Zeit Märchen erzählt hat?
  • Der Populismus in der politischen Diskussion treibt immer widersinnigere Blüten. Wenn ich länger eingezahlt habe, soll ich mehr herausbekommen. Gilt das bei jeder Versicherung?
  • Was ist dann mit der Krankenversicherung? Chronisch Kranke sollen dann, so ist doch wohl die Logik astronomische Beiträge zahlen.
  • In Deutschland wird immer dann eine Neid- oder Verteilungsdebatte angezettelt, wenn strukturelle Reformen angesagt wären. Damit wird dann alles zugeschüttet und beim alten gelassen.

22 November 2006

Nach Emsdetten

"Wir haben die falschen Lehrer"

Wieder überfällt ein Jugendlicher eine Schule und tötet sich selbst, nachdem er Lehrer und Mitschüler verletzt hat. Für den Hannoveraner Pädagogen Wolfgang Bergmann ist Emsdetten keine Überraschung. Die größten Probleme sieht er an den Schulen selbst.
http://www.zeit.de/online/2006/47/Interview-Bergmann


  • Den im Artikel geäußerten Hinweisen und Denkanstößen kann nur beigepflichtet werden. Gerade die sensiblen Schüler und auch Schülerinnen sind immer wieder Opfer von Ausgrenzung, Mobbing und körperlicher Gewalt.
    Wenn ein beamteter Lehrer die Schüler zu vielfachen Bewerbungen auffordert, ist dies zwar sachlich die richtige Empfehlung, hört sich in den Ohren der Betroffenen wie blanker Hohn an.
    Das Bildungssystem umzubauen und Handwerker hineinzulassen, gibt es an einigen Bildungsstandorten schon, so in der Montessori Schule Landau, die hierfür mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet wurde. (nebenan einfach anklicken!)

17 November 2006

Milton Friedman

"The only way that has ever been discovered to have a lot of people cooperate together voluntarily is through the free market. And that's why it's so essential to preserving individual freedom."
Milton Friedman

He forced back force by the power of argument. His epitaph might be: the pen is mightier than the sword. Nathalie Solent bei "Samizdata" gestern.
"Die New York Times hat bereits einen langen, lesenswerten Nachruf. Die NZZ hat ein wenig ökonomisches Hintergrundwissen dazu. Alex Tabarrok faßt es wunderbar zusammen: Great economist by day and crusading public intellectual by night, Milton Friedman was my hero. Dort erfährt man auch, daß Friedman wohl einiges mit dem Ende der Wehrpflicht in den USA zu tun hatte." fassen Statler und Waldorf ihren überaus lesenswerten Nachruf zusammen.

http://www.ft.com/cms/s/cb74eef8-7599-11db-aea1-0000779e2340.html

liefert einen sehr ausfürhlichen Nachruf, der sicherlich auch in der deutschen Ausgabe erscheinen wird.
  • Die Bescheidenheit des Nobelpreisträgers ist legendär. Er will sich erst in 30 Jahren von Ökonomen in aller Welt messen lassen.

  • Dann wird sich erweisen, ob meine Theorien taugen, sagte er anlässlich der Verleihung des Nobelpreises.